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Schaumwein

Schaumwein (Sekt, Champagner) wird aus vorwiegend weißen Trauben erzeugt. Die vollständige Vergärung des Traubenzuckers im Weine geht in einer dickbauchigen Flasche vor sich und wird nach dem neuesten Verfahren auf etwa 2 Monate beschränkt; dennoch ist hierbei der Alkoholgehalt durch die Flaschengärung auf 2 Prozent reduziert. Den Hauptgehalt der Flüssigkeit bildet die Kohlensäure. Daraus erklärt sich mit Bestimmtheit die schädliche Wirkung aller Schaumweine vor allem auf das Herz; die alkoholische Vergiftung ist weniger gefährlich. Der Sektrausch ist stetes leichter und der Berauschte neigt weniger zu Ausschreitungen als der, welcher sich mit starken Weinen und Branntwein betrunken hat. Aus der Champagen und zwar aus Pernay, Reims und Ay kommen die besten Schaumweine unter dem Namen Champagner wie Cliquot Deuve, Roederer, Heidsick-Monopol, Pomery et Greno, Mumm und Mercier zu uns. Die deutsche Schaumweinfabrikation steht indessen der französischen in technischer Beziehung nicht nach. Die großen Betriebe von Kupferberg in Mainz, Gebr. Hoehl in Geisenheim (Kaiserblume), Henkell u. Co. in Biebrich und Burgeff in Hochheim verwenden nur edelste Gewächse zu Flaschengärung und vermeiden strengstens künstliche Zusätze von Kohlensäuren. Wenn der Sektkenner dann trotzdem meint, daß das fremde Erzeugnis besser sei, so ist das eben nur seine durch nicht begründete Privatansicht, gegen welche Götter selbst vergebens kämpfen. Die schlechteste Sorte Sekt trägt auf der Etikette „Carte blanche“.